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Herzurnen Mai 2011 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner

Herzbestattungen

In der Gna­den­ka­pel­le fan­den ins­ge­samt drei Kör­per­be­stat­tun­gen (1633, 1634 und 1666) statt. Dane­ben erfolg­ten über einen Zeit­raum von mehr als 300 Jah­ren 28 Herzbestattungen:

  • 1 Kai­ser
  • 6 Köni­ge
  • 3 baye­ri­sche Kurfürsten
  • 2 ande­re Fürstlichkeiten
  • 11 fürst­li­che Frauen
  • 5 Bischö­fe

13 Herz­ur­nen sind ein­ge­mau­ert oder unter dem Pflas­ter­bo­den und damit nicht sicht­bar. 14 Urnen mit ins­ge­samt 15 Her­zen sind in Mau­er­ni­schen ausgestellt.

Nicht sichtbare Herzurnen:

  1. Johann Graf T´cerclas von Til­ly, Gene­ral der Katho­li­schen Liga (+1632)
  2. Kur­fürs­tin Eli­sa­beth Rena­ta v. Loth­rin­gen (+1635)*, ers­te Ehe­frau von KF Maxi­mi­li­an I.
  3. Kur­fürst Maxi­mi­li­an I. (+1651)
  4. Stifts­propst Kar­di­nal Franz Wil­helm von War­ten­berg (+1661)
  5. Her­zog Albrecht Sigis­mund, Bischof von Frei­sing (+1685)
  6. Maria Vio­l­an­te Grä­fin Stern­berg (+1700)
  7. Josef Cle­mens von Bay­ern, Erzbischof/​Kurfürst von Köln (+1723)
  8. Cle­mens August von Bay­ern, Erzbischof/​Kurfürst von Köln (+1761)
  9. Johann Theo­dor von Bay­ern, Erzbischof/​Kardinal von Frei­sing und Regens­burg (+1763)
  10. Her­zog Cle­mens Franz von Pau­la, Prinz von Bay­ern (+1770)
  11. Jose­pha Augus­ta von Bay­ern, Mark­grä­fin von Baden (+1776)
  12. Her­zo­gin Maria Anna (+1790), Ehe­frau des Cle­mens Franz von Paula
  13. Kur­fürs­tin Maria Anna Sophia (+1797), Ehe­frau KF Max III. Joseph

Sichtbare Herzurnen die in Nischen aufgestellt sind:

König Ludwig Herzurne Aug 2011 3 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
  1. Dop­pel­ur­ne Kai­ser Karl VII. Albrecht (+1745), Ehe­frau Ama­lia Maria (+1756)
  2. Kur­fürst Max III. Josef (+1777)
  3. Kur­fürst Karl Theo­dor (+1799)
  4. König Maxi­mi­li­an I. Joseph (+1825)
  5. König Lud­wig I. (+1868)
  6. König Maxi­mi­li­an II. Joseph (+1866)
  7. König Lud­wig II. (+1886)
  8. Köni­gin Marie Frie­de­ri­ke, geb. Prin­zes­sin von Preus­sen (+1889)
  9. König Otto (+1916) — wur­de wegen Krank­heit von Prinz­re­gent Luit­pold als Regent vertreten
  10. Köni­gin Marie The­re­se (+1919)
  11. König Lud­wig III. (+1921)
  12. Anto­nia Prin­zes­sin von Luxem­burg und Nas­sau (+1954), 2. Ehe­frau des Kron­prin­zen Rupprecht
  13. Her­zo­gin Maria Hen­ri­et­te Leo­pol­di­ne von Pfalz-Sulz­bach (+1728), seit 1983
  14. Her­zo­gin Maria Fran­zis­ka Doro­thea von Zwei­brü­cken (+1794), seit 1983

Kron­prinz Rupprecht von Bay­ern (+1955) — Auf Anord­nung von Her­zog Albrecht von Bay­ern ist anstel­le einer Herz­ur­ne ein ver­gol­de­tes Sil­ber­ge­fäß mit Berg­kris­tall aus­ge­stellt. Die Her­zen der Mut­ter von Kur­fürst Karl Theo­dor (Nr. 13) und der Mut­ter von König Maxi­mi­li­an I. Joseph (Nr. 14) wur­den auf Ersu­chen des Hau­ses Wit­tels­bach 1983 in der Gna­den­ka­pel­le auf­ge­nom­men. Sie befin­den sich hin­ter dem Altar. Die Urnen sind wie üblich aus Zinn bzw. Kup­fer und ohne wei­te­re Ver­zie­rung. Die in den Mau­er­ni­schen auf­ge­stell­ten Urnen sind aus­schließ­lich aus Sil­ber, z. T. ver­gol­det und mit Edel­stei­nen geschmückt. Die Anzahl von Herz­ur­nen in die­ser mate­ri­el­len und künst­le­ri­schen Qua­li­tät an einem Platz ist welt­weit einzigartig.

Als Quel­len für die­se Auf­stel­lung dien­ten A. König Wei­he­ga­ben an u. l. Frau von Alt­öt­ting”, Bd. I S. 250 ff., DDr. Bau­er 1250 Jah­re Alt­öt­ting — Herz Bay­erns”, S. 266, Prof. Armin Dietz Ewi­ge Her­zen”, S. 123 ff.

* Außer dem Her­zen wur­den auch die inne­ren Orga­ne Intes­ti­na” der Kur­fürs­tin in der Gna­den­ka­pel­le bei­gesetzt (M. A. König, Wei­he­ga­ben u. l. Frau, Bd. I, S. 262)

Der Begriff Alt­öt­ting — Herz Bay­erns” bezieht sich jedoch nicht auf die Tat­sa­che, dass hier die meis­ten Herz­be­stat­tun­gen statt­fan­den, son­dern dar­auf, dass der Ort seit Jahr­hun­der­ten christ­lich reli­giö­ses Zen­trum Bay­erns ist​.An die­ser Stel­le möch­te sich die Bischöf­li­che Admi­nis­tra­ti­on der Kapell­stif­tung bei Herrn Chris­ti­an Strauß, Stadt­füh­rer in Alt­öt­ting, für die Zusam­men­stel­lung der obi­gen Infor­ma­tio­nen bedanken.