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St Konradkirche AÖ 19 04 2018 1 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner

Kirche St. Konrad

Die Kon­rad­kir­che ist neben der Gna­den­ka­pel­le das Ziel vie­ler Pil­ger. Der Grund­riss der Klos­ter­kir­che ist lang und schmal. Am Ein­gang wird der Blick über das Reli­ef des christ­li­chen Jeru­sa­lems und ver­stärkt durch die Boden­plat­ten mit Wor­ten des Hei­li­gen zum Ziel christ­li­chen Lebens, dem Leben bei Gott, gelenkt. Die zwölf Tore ste­hen für die zwölf Stäm­me Isra­els, im christ­li­chen Sinn für das neue Volk Got­tes, deren Mit­te das Lamm – Jesus Chris­tus – ist. Par­al­lel zum Mit­tel­gang ver­lau­fen die sie­ben Bunt­glas­fens­ter mit Lebens­sta­tio­nen des Hei­li­gen. Sie ver­stär­ken die­sen Glau­bens­weg vom Kind-Sein bis zur Voll­endung jen­seits des Todes im himm­li­schen Jerusalem.

Bei der Reno­vie­rung und Neu­ge­stal­tung der Klos­ter­kir­che (201718) anläss­lich der 200. Wie­der­kehr sei­ner Geburt wur­den neun Boden­plat­ten ange­bracht. Die Wor­te der Anru­fungs­ta­feln“ sind dem Hei­li­gen abge­lauscht. Sie fin­den sich in sei­nen Vor­sät­zen, die er gegen Ende des Novi­zi­ats in Lau­fen for­mu­liert hat­te. An ihnen kön­nen wir sei­ne Lebens­hal­tung ablesen.

  • Suchen und schweigen
  • Mit gro­ßem Vertrauen
  • Lie­ben und Leiden
  • Vom Kreuz lernen
  • Barm­her­zig sein
  • Gott wird helfen
  • Stau­nen und anbeten
  • Lie­be ohne Ende
  • Mit Gott vereint

Wer die Kir­che betritt, kann dem Hl. Bru­der Kon­rad auf die Spur kom­men und sei­ne geist­li­che Lebens­ein­stel­lung ent­de­cken. Die Grab­kir­che des Hei­li­gen ist eine Pil­ger­kir­che. Sie lädt ein, den Weg als Glau­ben­de zu gehen, ange­fan­gen mit der Tau­fe bis hin zur Voll­endung in Gott. Das himm­li­sche Jeru­sa­lem steht für die Zusa­ge, dass unser Pil­ger­weg ein Ziel hat.

Kon­rad Raischl hat zu jedem Wort ein Instru­men­tal­stück kom­po­niert. Die Urauf­füh­rung soll­te am Kon­rad­fest 2020 in der Kon­rad­kir­che sein, muss­te aber wegen Coro­na ver­scho­ben wer­den. Auf­ge­scho­ben ist nicht auf­ge­ho­ben!

Besu­chen Sie die Bru­der Kon­rad­kir­che. Ent­de­cken Sie für sich die hei­len­de Kraft der Aus­rich­tung auf Gott. 

Kirchenführer

2018 war das 200. Geburts­jahr des hei­li­gen Bru­ders Kon­rad von Par­zham. Mit zahl­rei­chen Fest­lich­kei­ten wur­de es in Alt­öt­ting, im Bis­tum Pas­sau und in der Deut­schen Kapu­zi­ner­pro­vinz gefei­ert. Es gab Got­tes­diens­te, Aus­stel­lun­gen und Füh­run­gen und vie­les mehr in Erin­ne­rung an das segens­rei­che Wir­ken von Bru­der Kon­rad in Alt­öt­ting. Zahl­rei­che Wall­fah­rer kamen zu den Stät­ten des Hei­li­gen Kapu­zi­ner­bru­ders.

Am 21. April, dem Fest des Hei­li­gen, konn­te sei­ne Gra­bes­kir­che nach zehn­mo­na­ti­ger Reno­va­ti­on und Neu­ge­stal­tung wie­der eröff­net und ein­ge­weiht wer­den. Die­se klei­ne Schrift will die Besu­cher der Kir­che, die Wall­fah­rer und die Leser die­ses Büch­leins mit der Geschich­te der Bru­der-Kon­rad-Kir­che und beson­ders mit den neu­en lit­ur­gi­schen Ein­rich­tun­gen ver­traut machen und damit ein vor­läu­fi­ger Kir­chen­füh­rer sein. Auch soll mit eini­gen Bil­dern an die Fei­er der Altar­wei­he erin­nert wer­den. Wir Kapu­zi­ner freu­en uns, die­se Tex­te und Bil­der zum 125. Todes­tag des Hl. Bru­der Kon­rad am 21. April 2019 der Öffent­lich­keit über­ge­ben zu kön­nen. Mögen die Besu­cher und Beter in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che durch die vie­len spre­chen­den Zei­chen der künst­le­ri­schen Gestal­tung unse­rer Klos­ter­kir­che auf die Für­spra­che von Bru­der Kon­rad einen guten Zugang fin­den zu dem, was in die­sem Got­tes­haus gefei­ert wird und gleich­zei­tig Impul­se erhal­ten für das per­sön­li­che Gebet und für den geleb­ten Glau­ben im Alltag.

Alt­öt­ting, im April 2019
Br. Nor­bert Schlen­ker OFMCap
Guar­di­an der Alt­öt­tin­ger Kapu­zi­ner und stell­ver­tre­ten­der Wallfahrtsrektor

Zeittafel

1654

Kardinal von Wartenberg hat die Franziskaner nach Altötting gerufen.

1657

Die St. Anna-Kirche wurde geweiht. Kurfürstin Maria Anna von Bayern, die Gemahlin Maximilians I., war eine große Wohltäterin des Klosters. Kirche und Kloster erhielten die hl. Mutter Anna zur Patronin.

1828

Unter König Ludwig I. durften die Kapuziner wieder Novizen aufnehmen und erlebten einen glanzvollen Aufstieg

1849

Der 31-jährige Bauer Johann Birndorfer aus Parzham im Rottal trat im Annakloster als Laienbruder ins Kloster ein und erhielt den Namen Bruder Konrad.

1864

Die barocke Einrichtung der Kirche wurde entfernt und im neuromanischen Stil erneuert.

1874

Die Kapuziner gingen nach dem Weggang der Redemptoristen auch nach St. Magdalena.

1894

Am 21. April starb Br. Konrad in den Abendstunden während des Angelus-Läutens mit 75 Jahren.

1897

Die Eisenbahn Mühldorf-Burghausen entstand auf Initiative des Kapuziners P. Cyprian Fröhlich, dem Gründer des Seraphischen Liebeswerkes.

1912

Am 13. Okt. 1912 – einen Tag nach der Einweihung der Wallfahrtsbasilika St. Anna - wurde die Gruft geöffnet und die Gebeine von Br. Konrad in der Klosterkirche beigesetzt. Der Seligsprechungsprozess von Br. Konrad begann.

1930

Seligsprechung: Dreifaltigkeitssonntag 15. Juni

1934

Heiligsprechung: Pfingstsonntag, 20. Mai, durch Papst Pius XI. in Rom

1953

Am 23. März gestattete die Ritenkongregation in Rom, dass die bisherige St.-Anna-Kirche den Titel des Hl. Bruder Konrad erhalten soll.

1956/57

Die Kirche wurde neu gestaltet.

1959

Das Kloster wurde zum Teil abgerissen und neu erbaut. 2006 – 2008 wurde sie zurückgebaut auf die heutige Form.

2017 - 2018

Renovierung und Neugestaltung der Kirche zum 200. Geburtstag von Bruder Konrad