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Kongregationssaal AÖ 4 4 2019 1 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner

Kongregationssaal

Im Jah­re 1599 haben die Jesui­ten von Alt­öt­ting St. Mag­da­le­na die maria­ni­sche Män­ner­kon­gre­ga­ti­on gegrün­det. Hun­dert Jah­re spä­ter war es not­wen­dig, die St. Mag­da­len­a­kir­che grö­ßer zu bau­en und für die Soda­len der Män­ner­kon­gre­ga­ti­on einen eige­nen Saal zu errich­ten. Die Bau­maß­nah­me war not­wen­dig, weil der geplan­te Bau einer rie­si­gen Rund­kir­che auf dem Kapell­platz nicht zustan­de kam. Er soll­te der gewach­se­nen Zahl der Wall­fah­rer gerecht wer­den. Im Ver­lauf von zwei Jah­ren waren Kir­che und Saal voll­endet (1696÷97).

Zur Zeit der Redemp­to­ris­ten in St. Mag­da­le­na wur­de der Saal­bau um die gro­ße Hohl­keh­le erhöht (1870÷71). Damals ent­stand das Decken­ge­mäl­de, das Mariä Him­mel­fahrt und die hei­li­gen Franz von Assi­si und Igna­ti­us von Loyo­la dar­stellt. Auch der Zyklus des Lebens des hei­li­gen Nähr­va­ters Joseph war von Anfang an der Kir­chen­pa­tron (Jose­fi­saal). Die acht recht­ecki­gen Bil­der, dar­stel­lend maria­ni­sche Lebens­wer­te (Maria­ni­sche Arbeit — Maria­ni­sche Hoff­nung — Maria­ni­sche Hil­fe — Maria­ni­sche Lie­be — Maria­ni­sche Eifer — Maria­ni­scher Trost — Maria­ni­sche Andacht — Maria­ni­sche Treue), gehö­ren zum Anf­gangs­be­stand des Saa­les — außer das Bild des seli­gen P. Rupert, das bei der letz­ten Reno­vie­rung 1983/84 von Seb. Brabd­stet­ter gemalt wur­de, von dem auch die Rei­he von Put­ten mit Spruch­bän­dern auf­ge­deckt und ergänzt wurden.

Das ers­te der recht­ecki­gen Bil­der gleich neben der Sakris­tei­tü­re stellt den pro­mi­nen­tes­ten Soda­len der Alt­öt­tin­ger Kon­gre­ga­ti­on dar: Kur­fürst Maxi­mi­li­an, der sei­ne ganz per­sön­li­che Wei­he an Maria in einer Urkun­de nie­der­ge­schrie­ben hat, buch­stäb­lich mit sei­nem Herz­blut geschrie­ben hat und sein Herz begra­ben wis­sen woll­te zu Füßen des Alta­res vor dem Gna­den­bild Unse­rer Lie­ben Frau in Alt­öt­ting. Auf der lin­ken Sei­ten des Saa­les ist an der Stirn­wand eine Figur des hei­li­gen Anto­ni­us von Padua auf­ge­stellt, die ger­ne vom pil­gern­den Volk auf­ge­sucht wird und mit vie­len Votiv-Ker­zen geschmückt ist. Der hei­li­ge Joseph und der hei­li­ge Bru­der Kon­rad ste­hen seit den drei­ßi­ger Jah­ren als Figu­ren an den Sei­ten der Altar­ni­sche. Bru­der Kon­rad war seit sei­nen jun­gen Jah­ren Mit­glied der Alt­öt­tin­ger Kon­gre­ga­ti­on. Der Altar selbst ist eine Meis­ter­ar­beit der Gold­schmie­de­kunst des 17. Jahr­hun­derts. Vom Unter­teil des ori­gi­na­len Alta­res schmückt eine Kopie den Volks­al­tar. Dar­ge­stellt ist die Ver­kün­di­gung der Mensch­wer­dung Got­tes durch den Erz­engel Gabri­el an Maria. Auch das gro­ße Bild über der Sakris­tei­tü­re ist dem The­ma gewid­met, das der Titel der Kon­gre­ga­ti­on ist: Mariae Verkündigung.

Kongregationssaal AÖ 4 4 2019 3 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner