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DSC 0781 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner

Weihe der Priester ans Unbefleckte Herz Mariens

Maria, Unbe­fleck­te Mut­ter, an die­sem Ort der Gna­de,
an dem die Lie­be dei­nes Soh­nes Jesus, des Ewi­gen Hohen­pries­ters,
und beru­fen hat um für die Söh­ne im Sohn und sei­ne Pries­ter zu beten,
wei­hen wir alle Pries­ter dei­nem müt­ter­li­chen Her­zen,
damit sie treu den Wil­len des Vaters erfül­len.
Wir sind uns bewusst, dass wir ohne Jesus nichts Gutes voll­brin­gen kön­nen (vgl. Joh 15,5)
und dass wir nur durch ihn, mit ihm und in ihm für die Welt Werk­zeug des Heils sein können.

Braut des Hei­li­gen Geis­tes,
erwir­ke den Pries­tern die unschätz­ba­re Gabe der Umge­stal­tung in Chris­tus.
In der­sel­ben Kraft des Geis­tes, der dich über­schat­tet
und zur Mut­ter des Erlö­sers gemacht hat,
hilf ihnen, dass Chris­tus, dein Sohn, auch in ihnen gebo­ren wer­de.
Die Kir­che möge so von hei­li­gen Pries­tern erneu­ert wer­den,
die von der Gna­de des­sen ver­wan­delt wur­den, der alles neu macht.

Mut­ter der Barm­her­zig­keit,
dein Sohn hat sie beru­fen, so zu wer­den wie er selbst:
Licht der Welt und Salz der Erde. (vgl. Mk 5,13.14).
Hilf den Pries­tern mit dei­ner mäch­ti­gen Für­spra­che,
dass sie die­ser erha­be­nen Beru­fung nie untreu wer­den,
dass sie dem Ego­is­mus nicht nach­ge­ben,
noch den Schmei­che­lei­en der Welt und den Ver­lo­ckun­gen des Bösen.
Bewah­re sie mit dei­ner Rein­heit,
beschüt­ze sie mit dei­ner Demut
und umfan­ge sie mit dei­ner müt­ter­li­chen Lie­be,
die sich in vie­len See­len wider­spie­gelt, die dir geweiht sind
und sie zu ech­ten Müt­tern im Geis­te gewor­den sind.

Mut­ter der Kir­che,
die Pries­ter sol­len Hir­ten sein, die nicht sich selbst wei­den,
son­dern sich Gott hin­ge­ben für die Brü­der und Schwes­tern
und dar­in ihre Erfül­lung und ihr Glück fin­den.
Nicht nur mit Wor­ten, son­dern mit ihrem Leben sol­len wir demü­tig
Tag für Tag ihr Hier bin ich“ sagen.
Von dir geführt,
sol­len sie Apos­tel der Gött­li­chen Barm­her­zig­keit sein
und voll Freu­de jeden Tag das hei­li­ge Opfer des Alta­res fei­ern
und allen, die dar­um bit­ten, das Sakra­ment der Ver­söh­nung spen­den.
Sprich zum Herrn noch ein­mal dein wir­kungs­vol­les Wort:
Sie haben kei­nen Wein mehr“ (Joh 2,3),
damit der Vater und der Sohn über allen Pries­tern den Hei­li­gen Geist
wie in einer neu­en Sen­dung ausgieße.

Vol­ler Stau­nen und Dank
für dei­ne stän­di­ge Gegen­wart in unse­rer Mit­te,
will auch ich im Namen aller Pries­ter aus­ru­fen:
Wer bin ich, dass die Mut­ter mei­nes Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,43).

Maria, seit jeher unse­re Mut­ter, wer­de nicht müde, uns zu besu­chen“,
uns zu trös­ten, uns zu stüt­zen.
Komm uns zu Hil­fe und erret­te uns aus allen Gefah­ren, die uns dro­hen.
Mit die­sem Akt des Anver­trau­ens und der Wei­he wol­len wir dich auf tie­fe­re und voll­stän­di­ge­re Wei­se,
für immer und ganz in unser Leben als Men­schen hin­ein­neh­men.
Dei­ne Gegen­wart las­se die Wüs­te unse­rer Ein­sam­keit neu erblü­hen
und die Son­ne über unse­rer Dun­kel­heit leuch­ten
und brin­ge nach dem Sturm die Ruhe zurück,
damit jeder Mensch das Heil des Herrn sehe,
das den Namen und das Gesicht Jesu trägt,
der sich in unse­ren Her­zen wider­spie­gelt,
da sie stets eins mit dem dei­nen sind.
Amen.

Abge­wan­delt nach dem Gebet von Papst Bene­dikt XVI. bei der Hei­li­gen Mes­se in der Drei­fal­tig­keits­kir­che zu Fati­ma 12. Mai 2010